© Peter Seifert 2014
18. Januar 2013 Gleicher Ort, gleiche Uhrzeit, gleiche Besetzung. Um Waffengleichheit herzustellen wurde mir gleich zu Beginn eine Erklärung vorgelegt, dass ich die Bauverwaltung von ihrer Schweigepflicht entbinde. Im Rahmen der größtmöglichen Transparenz stimme ich dem zu, da ich mir ohnehin die Frage stelle, weshalb so oft Geheimniskrämerei betrieben wird. So hat Balingen nun sein Bahnileaks. Schon Goethe hat mit seiner Formulierung “Da steh ich nun ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor” den Nagel auf den Kopf getroffen. Nach drei Stunden mit der gleichen Besetzung hat sich keine Klärung gezeigt Die Fragen, die sich nach dem Termin vom 11. Januar autgetan haben wurden nicht beantwortet. Hier die Fragen noch mal zur Verdeutlichung. Weshalb kommt man jetzt auf die Idee den Wert des Vorplatzes so weit runter zu rechnen, dass man mittels einer Widmung dann den Platz zum Nulltarif erhält? Weshalb zahlt man für den Erwerb des Ankers (Bahnhofstr. 19) 325.000€ (die Höhe der Kaufsumme habe ich über den Vorbesitzer erfahren) für etwas mehr als 400m² und kommt bei der annähernd doppelten Grundfläche vor dem Bahnhof auf einen Quadratmeterpreis, der nicht einmal einem Zehntel dieses Preises entspricht? Welchen Sinn sollte es für mich machen weiter Eigentümer eines Platzes zu bleiben an dessen Gestaltung ich in keinster Weise mitreden kann? Die Stadt will in einem nächsten Schritt für den Bahnhofsbereich einen Bebauungsplan erstellen. In diesem ist der Bahnhof als Baukörper enthalten. Im Sanierungsplan aber nicht. Welche logische Begründung gibt es für diese Diskrepanz? Man zeigt sich verwundert, dass ich das großzügige Angebot der Widmung des Platzes an die Stadt nicht annehmen will. Ein neuer Vorschlag wird aufs Trapez gebracht. Sie behalten den Platz und erklären uns irgendwann einmal, was Sie damit beabsichtigen. Wir werden für die Gestaltung des Bahnhofsbereiches einen Wettbewerb ausschreiben und bei der Planung den Bereich außen vor lassen.” sinngemäß E.S. Auf meine Rückfrage, dass es doch wohl schlechterdings nicht sein kann, dass man die schlechtest mögliche Lösung in Erwägung zieht, die niemand will kommt dann die Bemerkung: “Wenn Sie den Platz in der vorgeschlagenen Weise widmen, sieht das natürlich ganz anders aus. Dann können wir noch wie vorgesehen im Mai einen Gestaltungswettbewerb in die Wege leiten.” Wie war das doch gleich noch im Deutschunterricht zum Thema Tragödie: “Egal wie sich der Held entscheidet, es führt in seinen Untergang.” Wenn ich das Angebot mit der Widmung nicht annehme kommt auch die Planung nicht in die Gänge. Natürlich wird immer die Entscheidung des Gemeinderates hierfür Gelder einzustellen maßgeblich dafür verantwortlich sein, ob dies noch 5, oder 10 Jahre dauern wird. Es wird doch jedem klar, dass spätestens 2023 zur kleinen Landesgartenschau das Eingangstor zur Stadt für die mit Öffentlichen Verkehrsmitteln anreisenden Besucher fertig sein sollte. Nehme ich das Angebot an bezahle ich aus meiner Tasche Zins und Tilgung für ein Areal, das so öffentlich ist, wie der Marktplatz. Ich habe mir die Frage verkniffen, ob dieser dann vielleicht als Gegenleistung mal nach mir benannt wird. So wird mir am Schluss erklärt, dass die Sanierungsrechtliche Genehmigung (wenn sie erteilt werden kann) vorausssichtlich in einer Gemeinderatssitzung Ende Februar zur Entscheidung anstehen. Wenn ich mich anders entscheide kann ich gerne auf dem kürzesten Weg auf die Bauverwaltung zukommen. Liebe Balinger, können Sie sich vorstellen, dass ich meine Zeit lieber darin investiere etwas zu gestalten, als sinnlose Diskussionen zu führen, bei denen ich genau erkennen kann, dass man mir mit den vorgeschlagenen Lösungen in keiner Weise entgegenkommt. Aus den Reaktionen der Bevölkerung in den letzten drei Wochen kann ich entnehmen, dass ich mit dieser Ansicht nicht ganz alleine stehe. Ich habe schon einmal vor 7 Jahren bei einem Verwaltungsgerichtsverfahren gegen die Bauverwaltung, das ich in allen Punkten gewonnen habe, die bittere Erfahrung machen müssen. Egal wie es kommt, die Zeche zahle ich als Bürger immer. Wenn ich verliere etwas mehr und wenn ich gewinne, dann doch immerhin indirekt über meine Steuern. Und die Unmenge an Lebenszeit, die sinnlos für das Abfassen von Schriftsätzen vergeudet wird wäre lieber in konkrete Massnahmen geflossen.
Die Chronik  Der Bahnhofsvorplatz, die Zweite
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Habe gerade erfahren, dass mit dem Werbeträger, der auf dem Vorplatz steht monatlich 678€ Werbeeinnahmen erzielt werden. Da kann ich mich ja direkt mit dem Vorschlag, den Platz zu behalten, anfreunden. Der zahlt sich ja quasi von selbst ab. Ja super!!